Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK)
„Es gehört zur Daseinsvorsorge kommunaler Selbstverwaltung, die Ziele ihrer Stadtentwicklung regelmäßig zu überprüfen und mit räumlichen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen und Potenzialen integriert abzustimmen. Aufgrund veränderter Rahmenbedingungen durch den demographischen Wandel, gesellschaftlicher, sozioökonomischer und wirtschaftsstruktureller Veränderungen der vergangenen drei Jahrzehnte und damit verbundenen Auswirkungen bzw. Einschränkungen auf den kommunalen Haushalt stand auch Brunsbüttel vor der Aufgabe, seine bisherigen Entwicklungsziele zu überprüfen und die Stadtentwicklung neu auszurichten“ (aus ISEK Brunsbüttel, AG PPP u.a., 2012, Seite 6).
Im April 2010 hat die Ratsversammlung beschlossen, ein integriertes Stadtentwicklungskonzept - ISEK - als Grundlage und Steuerungsinstrument für eine nachhaltige Stadtentwicklung erarbeiten zu lassen. Nach einem Auswahlverfahren wurde im Spätsommer 2010 die „Arbeitsgemeinschaft ISEK Brunsbüttel“, bestehend aus den Büros petersen pörksen partner (federführend), plankontor Stadt und Gesellschaft GmbH und Cima GmbH, mit der Erarbeitung eines ISEK beauftragt.
„Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept hatte demzufolge das Ziel, im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes Anpassungserfordernisse und Anpassungsstrategien für eine die veränderten Rahmenbedingungen berücksichtigende Stadtentwicklung in einem ressortübergreifenden, integrativen Beteiligungsprozess zu entwickeln. Dabei sollten die wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen, touristischen, imagefördernden, städtebaulichen und - angesichts der klimatischen Anforderungen und der Energiewende - stadtenergetischen Aspekte ebenso wie Brunsbüttels Funktion im Stadtumlandverbund reflektiert werden.
Das integrierte Entwicklungskonzept soll(te) der Stadt einen Gesamtüberblick über ihre Perspektiven verschaffen und ein fortschreibungsfähig angelegter Zukunftsentwurf sein. Vor dem Hintergrund rückläufiger kommunaler Finanzspielräume kommt einem gezielten Steuerungsinstrument mit einem integrierten Handlungsansatz wie das ISEK zum effektiven Einsatz aller Ressourcen eine besondere Bedeutung zu. Gleichzeitig dient das Integrierte Stadtentwicklungskonzept als Grundlage für eine potenzielle Antragstellung für die in Schleswig-Holstein zur Verfügung stehenden Förderprogramme (Land, Bund, EU)“ (ebenda).
Während der ISEK-Untersuchung wurde 2010 ebenfalls bei der Cima GmbH eine Einzelhandelsuntersuchung in Auftrag gegeben, die am 22.06.2011 von der Ratsversammlung beschlossen wurde. Weiterhin wurde im Jahr 2011 ein Wohnungsmarktkonzept bei der Gewos GmbH in Auftrag gegeben, das am 29.02.2012 von der Ratsversammlung beschlossen wurde. Beide Untersuchungen sind mit in das ISEK eingeflossen.
Zur Verstetigung des ISEK – Prozesses wird ein Monitoring vorgeschlagen:
„Es wird empfohlen, dass die Verwaltungsrunde, die das Verfahren ISEK gesteuert hat, im laufenden Prozess interdisziplinär weiterarbeitet. Die Häufigkeit der Sitzungen hängt von der Dringlichkeit der jeweiligen Themen ab.
Die Politik wird weiterhin, u.a. über den Bauausschuss eingebunden. Zusätzlich sollen Werkstätten den Prozess unterstützen. Darüber hinaus empfehlen die Gutachter die Einrichtung eines Umsetzungsbeirates. In diesem ISEK-Beirat können die zentralen Akteure gemeinsam die bisher erreichten Erfolge und Schwierigkeiten in der Umsetzung erörtern und gegebenenfalls an veränderte Rahmenbedingungen anpassen.
Fachrunden mit den jeweiligen Experten aus Wohnungswirtschaft, Wirtschaft und Industrie, aus Sozialen Arbeitsfeldern, aus Kultur und Bildung etc. ergänzen den ISEK-Beirat.
Auch die Bürger sowie deren Zusammenschlüsse in lokalen Vereinen oder Verbänden müssen in größtmöglichem Umfang durch geeignete Verfahren und Methoden eingebunden werden. Dies gilt für den gesamten ISEK-Prozess sowie für die Umsetzung relevanter Maßnahmen. Maßnahmen werden nur dann erfolgreich sein, wenn diese auf eine breite Akzeptanz treffen“ (aus ISEK Brunsbüttel, AG PPP u.a., 2012, Seite 92).
Weiterhin wird der Aufbau eines Monitoring empfohlen:
„Die formulierten Leitziele des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes sind auf einen längeren Zeitraum von ca. 15 bis 20 Jahren angelegt. Um den Umsetzungsprozess strategisch steuern zu können, ist eine regelmäßige Beobachtung und Bewertung des Stadtentwicklungsprozesses erforderlich.
Hierzu soll zum ISEK ein Monitoring aufgebaut werden, das für die Stadt Brunsbüttel Beobachtungs- und Steuerungsinstrument gleichzeitig sein wird. Es soll Daten und Indikatoren u.a. aus den Bereichen Bevölkerungs- und Sozialstruktur, Wohnen, Wirtschaft und Beschäftigung, sowie Tourismus enthalten, die der Stadt Brunsbüttel die Möglichkeit zur Bewertung der jeweiligen Situation geben“ (aus ISEK Brunsbüttel, AG PPP u.a., 2012, Seite 92). Dieses Monitoring ist bereits im Aufbau.
Über die Zusammensetzung eines Umsetzungsbeirates müssen sich Verwaltung und Bauausschuss noch verständigen. Es sollte zeitnah eine Prioritätenliste mit Maßnahmen aus dem ISEK erstellt werden.
Auftaktforum ISEK
Zusammenfassung Auftaktforum am 30.09.2010 (3,2 MB, 06.10.2010)
1. Forum ISEK
Abschlussforum
Präsentation Abschlussforum am 14.02.2012 (6,5 MB, 16.02.2012)
Endbericht
Endfassung (3,4 MB)

